3. Tag – Heiligabend in Antalya

Für heute haben wir uns bei unserer Reiseleitung (wir werden übrigens von GTI betreut, sind sehr bemüht, nette Leute, klasse Service!) einen Tagesausflug nach Antalya gebucht. Erst waren wir sehr zögerlich – der Bustransfer von über zwei Stunden kostet doch eine Menge unserer kostbaren Zeit. Aber wir haben es nicht bereut. Wetter war wieder einmal top, wolkenlos bei 20°C.

Erste Anlaufstelle war die Besichtigung eines der drei Wasserfälle. Dieser hier ist 34 Meter hoch. Dafür haben wir mal die Videofunktion unserer Knipse bemüht. Schaut selbst.




Nächste Anlaufstelle war dann eine Goldmanufaktur. Reden wir nicht weiter drüber – gehört zum Türkei-Tourismus dazu. Aggressive Versuche, Verkaufsgespräche anzubahnen. Schmuck auf zwei Etagen. Nicht unser Ding, schnell wieder raus. Dann wurde es richtig schön: eine einstündige Bootsfahrt vor dem Hafen von Antalya.

Bootsfahrt Antalya

Eine Bootsfahrt vor dem Hafen von Antalya.Das Meer war spiegelblank, es war absolut windstill. Wir haben wirklich riesiges Glück, was das Wetter anbetrifft.Sehr ruhige See - das ist hier nicht immer so!

Noch vor fünf Tagen tobte hier ein heftiger Sturm, der hier im Hafen ziemlichen Schaden angerichtet hatte. Eine Reihe von Ausflugsbooten wurden zerstört. Das Schlimmste war aber das Sinken eines Zementfrachters, bei dem ein Besatzungsmitglied ums Leben kam. Das havarierte Wrack ist hier immer noch zu sehen und wird so schnell nicht geborgen werden können.

Gesunkenes Schiff

Dieser Zementfrachter wurde im Sturm manövrierunfähig gegen die Klippen getrieben.

 

Ruhige See

Kaum zu glauben, welches Wetter noch vor fünf Tagen hier herrschte.

 

Zurück an Land gab es ein leckeres Fischessen (auch wenn Damaris ein bisschen Schwierigkeiten mit den grätenhaltigen Goldbrassen hatte). Dann hatten wir zwei Stunden Zeit, das Zentrum von Antalya auf eigene Faust zu erkunden. Ein wenig Kucken, ein wenig auf Basaren und Wochenmärkten stöbern… Tja, und dann haben wir einen netten Typen kennen gelernt, einen Deutsch-Türken aus Berlin, der seit noch nicht allzu langer Zeit in Antalya lebt. Er hörte uns zufällig, wie wir über nächste Ziele beratschlagten, und quatschte uns einfach an – aber auf sehr sympathische Art. Und er hat uns ein wenig herum geführt, tolle Tipps gegeben, und er hat uns in die größte Stadtmoschee von Antalya geführt. Das passte zeitlich gerade prima, denn das Nachmittagsgebet um halb drei war gerade zu Ende. Damaris musste sich ein wenig das Haar bedecken, also schnell ein Tuch gekauft, raus aus den Schuhen und diese wunderschöne Moschee besichtigt.

Stadtmoschee Antalya

Die große Stadtmoschee hat Platz für 1.000 Menschen, in einer wunderbaren Parkanlage gelegen.

Unser ehrenamtlicher Touristenführer hat dann noch dieses Bild von uns gemacht. Wirklich ein lieber Mensch, dem wir gerne noch ein bisschen Lira in die Hand gedrückt haben.

In diesem Park der Moschee wie eigentlich überall im Land wunderbare Orangenbäume, wie sie jetzt im Dezember in voller Reife sind. Und kann man auch in der Stadt gut pflücken und essen, so leicht kommen keine Schadstoffe durch die dicke Schale.

Orangenbaum

Das Einzige, was uns an diesem Tag daran erinnert hat, dass Weihnachten ist, war, als beim Abendessen zurück im Hotel in Alanya, jemand vom Bedienungspersonal mit einem Kessel und einer Schöpfkelle durch die Tischreihen ging und Glühwein anbot. Aber die meisten Gäste haben doch dankend abgewunken. Ist doch etwas deplatziert.

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Eine Antwort auf 3. Tag – Heiligabend in Antalya

  1. rec sagt:

    Die Touristen müssen sich auch unbedingt den Burgberg ansehen. Der hat eine Menge Sehenswürdigkeiten aufzuweisen. Man kann die Moschee besichtigen, darüber hinaus das historische Zentrum. Man kann auch die Karawanserei besuchen und mehr. Im Übrigen kann man nicht zuletzt die Tropfsteinhöhlen von Alanya besuchen, welche nicht nur für eine Abkühlung sorgen, sondern auch faszinierend anzuschauen sind.

    http://www.alanyaa.de/sehenswuerdigkeiten-sehenwertes/index.php

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