Anreise und Tag 1

Luftbild Bremen nach dem Start

Adieu, du usseliges Norddeutschland

Der lang ersehnte Reisetag ist da. Wir sind in Bremen abgeflogen. Tipp übrigens für’s Auto: Airparks Bremen. Dort kann man für eine Woche für 29 EUR das Auto stehen lassen und man wird mit einem Shuttle-Wagen direkt vor den Flughafeneingang gefahren. Allemal günstiger als z. B. in Hamburg für richtig teures Geld zu parken. Da erschien uns der weitere Weg nach Bremen stressfreier. Wir hatten ja die Sorge, dass wir im Weihnachtsreiseverkehr rund um Hamburg stecken bleiben und so den Flieger nicht rechtzeitig kriegen – völlig unbegründet! A7 und A1 waren sowas von leer.

Catering Turkish Airlines

Mittagessen in 28.000 Fuß Reiseflughöhe

Unsere Fluggesellschaft ist die Turkish Airlines. Um diese Jahreszeit gibt es nur noch sehr wenige Direktflüge nach Antalya, somit mussten wir in Istanbul umsteigen, verbunden mit fünf Stunden Aufenthalt. Aber die Flüge waren sehr angenehm. Auffällig war, dass wir beinahe die einzigen Deutschen unter lauter türkischen Heimaturlaubern waren. So haben sich auf den Flughäfen Bremen und Istanbul mitunter ergreifende Familien-Abschiedsszenen abgespielt.

Transfer Istanbul

Warten auf Anschluss – Istanbul Transit

Auf dem „Hauptflug“ gab es richtig gutes Mittagessen (wahlweise mit Chicken oder Beef – das Bordpersonal spricht kein Deutsch), was auf einem Menükärtchen auch noch vorangekündigt wurde. Auf dem einstündigen Kurzflug Istanbul-Antalya gabs nochmal ein Baguette mit Getränk nach Wahl. In Antalya sind wir kurz nach Mitternacht butterweich gelandet. Nun hätten wir ja eigentlich den üblichen Bustransfer erwartet. Aber da um diese Tages- und Jahreszeit kaum noch Leute anreisen, hat Öger Tours uns einen Fahrer mit PKW-Van organisiert – ganz für uns alleine! Richtig cool und dekadent – dafür lassen wir sehr gerne Trinkgeld springen. Wenn da ein Einheimischer um DIE Zeit extra für uns 130 km über die Staatsstraße 400 kajohlt – das MUSS für Veranstalter und Fahrer ein Zuschussgeschäft sein.

Angekommen 1

Auspacken

Angekommen

Nachts um drei auf dem Balkon – am 22. Dezember zu Hause undenkbar!

Das Hotel ist eher einfache Kategorie, was für uns bei dem Preis völlig in Ordnung ist. Auf das einheimische Essen (mehr dazu ein anderes Mal) stehen wir, genau das wollen wir. Und wenn mal auf dem Flur eine Steckdose etwas locker ist und das Zimmer nicht sooooo dem üblichen mitteleuropäischen Komfort entspricht – so what? Wir sind nur zum Pennen im Hotel. Das Hotel Balık ist ein Familienbetrieb, man nimmt sich Zeit für ein persönliches Wort, die einheimischen Zimmermädchen sind sehr lieb und man freut sich, wenn man mal den einen oder anderen türkischen Satz anbringt („Iki bira lütfen“, wenn man zwei Bier bestellt, kriegen Sie, lieber Leser, auch noch hin, oder?). Und wenn man von einheimischen Hamam-Betreibern auf der Straße auf einen Tee zu einen Smalltalk auf halb türkisch, halb englisch eingeladen wird – das ist einfach nur schön.

Noch vor dem Frühstück haben wir den Balkonblick getestet – war ja für uns das erste Tageslicht in Alanya. Glücksgefühl pur: Blick nach rechts aufs Meer, Blick nach links Richtung Berge. Und das erste Sonnenlicht seit mindestens drei Wochen!

Balkonblick rechts ...

Balkonblick rechts …

Balkonblick links

… und Balkonblick links in die Berge

Nach dem Frühstück kurz mal über die Straße zum Strand – unser fast schon traditionelles „Willkommen Urlaub!“ – ein ähnliches Bild kennen Sie schon von vor drei Jahren.

Ausblick auf schöne Tage

Willkommen Urlaub! Ausblick auf schöne Tage.

Und Damaris hat sich die ersten nassen Füße geholt. Wolkenlos, 18 Grad, wobei sich die 18 Grad hier ganz anders anfühlen als in Norddeutschland: Die Sonne steht ja viel höher und das mediterrane Klima tut ein Übriges.

Die ersten nassen Füße

Die ersten nassen Füße

Michael hat sich spontan über den Tag ein wenig den Nacken verbrannt.

Alaaddin Keykubat

Alaaddin Keykubat gab der Stadt Alanya im 13. Jh. ihren Namen.

Wir sind auch spontan einen ersten Geocache angegangen und haben dabei ein Stückchen Stadtgeschichte studiert.

Am Nachmittag erkundeten wir die Einkaufs- und Restaurationsmöglichkeiten in der direkten Hotelumgebung, was um diese Jahreszeit nicht ganz einfach ist, da viele Geschäfte in Ermangelung von Touristen geschlossen haben. So etwas hat es hier noch vor wenigen Jahren auch nicht gegeben. Der türkische Lira hat wieder etwas an Wert verloren.  Vor drei Jahren bekam man noch für einen Euro zwei TL. Mittlerweile liegt der Kurs etwa bei 2,85. Gut für uns Touristen, weil man mehr für sein Geld bekommt, aber allgemein ist das Leben hier auch teurer geworden. Ein Efes im Restaurant kostet auch schon umgerechnet über drei Euro. Wie gesagt – vor 10 Jahren noch vor der großen Währungsreforn hat man hier in der Weihnachtszeit an Imbissen an jeder Ecke sein Bier für 1 Euro gekriegt. Aber das verflixte „All inclusive“ hat hier viel kaputt gemacht, Geschäfte für Kleingastronomen und Ladenbesitzer lohnen nicht mehr.

Zurück im Hotel hatten wir das obligatorische Willkommen-Date mit einem Reiseleiter von Öger Tours. Sehr nette Talkrunde zu dritt – wir sind seine einzigen Gäste, die er in unserem Hotel seitens Öger Tours zu betreuen hat. Dankeschön, lieber Murat Yildirim! Bei ihm haben wir dann auch zwei Tagesausflüge gebucht. Am 25. Dezember geht es nach Antalya (dieser Ausflug ist sogar inklusive, was uns sehr überrascht hat!). Und am 26. Dezember gibt es eine Dörferrundfahrt ins Taurusgebirge. Mal schauen, was man uns dann für eine inszenierte Land-und-Leute-Show bietet.

Sie dürfen hier gerne einen Kommentar (oder auch mehrere) schreiben. Oder schauen Sie bei Twitter, was wir tagsüber so treiben – https://twitter.com/Baltic_Meikel – wenn Sie mögen, folgen Sie uns dort. Und wenn Sie Fragen haben, schreiben Sie uns gerne. Auf dieser Webseite finden Sie ein Mailformular.

Morgen mehr an dieser Stelle!

Dieser Beitrag wurde unter Alanya, Flug, Geocaching, Hotel Balık veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten auf Anreise und Tag 1

  1. Michael sagt:

    Laßt’s euch gut gehen, der Himmel verspricht schon mal schönes Wetter. So als einziger Gast kann auch was für sich haben, wobei wenn alle „springen“ und „fahren“ nur für zwei Personen wäre es mir vermutlich irgendwann peinlich. Aber gut gebucht ist gebucht. That’s the way oder so ähnlich :-).

    Gruß
    Michael

    • Meikel sagt:

      In unserem Hotel sind wir zwar nicht die einzigen, aber das Gästeaufkommen ist in der Tat sehr überschaubar. Aber es ist schon nett, wenn der Chef vom Abendessen-Buffet schon weiß, sobald wir auftauchen, was er uns zu trinken bringen soll. Und als wir vorhin im Hafen eine Bootsfahrt für morgen gebucht haben, war man auf angenehm unaufdringliche Art um unsere Teilnahme bemüht, damit überhaupt die Mindestteilnehmerzahl errreicht wird. So konnten wir noch ein wenig den Preis drücken – oder, na ja, wir hatten schlicht nicht genug Kleingeld dabei, hihi …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.