Tag 3 – Heiligabend auf dem Meer und auf dem Burgberg

Gestern hatten wir uns ja im Bootshafen zu einer Kutterfahrt überreden lassen. Jetzt in der touristenarmen Zeit buhlt man um jeden einzelnen Teilnehmer, um überhaupt eine wirtschaftliche Mindestteilnehmerzahl zu erreichen. Und so war es auch heute.

Kutter

Unser Ausflugsboot

Auf dem Boot, für das wir eigentlich die Ausflugsfahrt gebucht hatten, waren wir die einzigen. So wurden wir kurz vor Abfahrt auf das daneben liegende Boot gebeten, auf dem bereits eine Handvoll Leute auf den Start wartete.

Die Fahrt ging rund um den Burgberg, vorbei an einigen Höhlen, in denen sich in grauer Vorzeit Piraten versteckt hielten. Ein mitfahrender Showmann hat sich über Bord begeben und ist die Felsenwand emporgeklettert.

Michael und Damaris

Auf dem Boot – Sonnenschein, Glücklichsein, Heiligabend

Während er in einer höher gelegenen Felswand verschwand, fuhr der Kutter weiter um die Burgberg-Halbinsel herum. ShowmanAuf der anderen Seite erschien der junge Mann wieder aus einer Höhle, gewagter Sprung aus 20 Meter Höhe, und nach kurzer Zeit war er wieder bei uns an Bord mit der üblichen Trinkgeld-Urne. Im Verlauf der Fahrt erzählte uns ein Ausflugsführer einige Fakten über Kızıl Kule (den „Roten Turm“ auf dem Burgberg) und die verschiedenen Höhlen, an denen wir vorbeikamen.

Zurück an Land ließen wir uns zunächst von Laden zu Laden treiben. Allüberall gegenwärtig sind Uhren-Imitate (Rolex, ICE) für 5 EUR/13 TL. Und natürlich Lacoste-Shirts für 10 EUR/28 TL (ja, genau diese Teile, wo das grüne Krokodil in die verkehrte Richtung kuckt 😉 ).

Uhrenkauf

Zwei Uhren für 10 EUR, Batterieeinbau inklusive.

Damaris hat sich hinreißen lassen, zwei bunte Plastik-Uhren mit ICE-Logo zu erwerben. Hallo, lieber Zoll in Bremen, wir kommen Samstag um 14.40 Uhr in Bremen an! 😀

Dann ließen wir uns in der Nähe des großen Atatürk-Denkmals nieder. Michael schaute in seiner Geocaching-App nach, was es so in der Umgebung zu finden gibt und stieß auf eine etwa 2,5 km lange Rundtour mit sieben Etappen, die in das Wohnviertel Tophane führt, die in Hanglage auf dem Burgberg liegt. Und die erste Etappe lag gerade mal hundert Meter entfernt. Ja, denn mal los – und wir haben es wieder mal nicht bereut!

Brücke im Park

Die Bodenplanken dieser Brücke haben wir gezählt – es sind 142.

Was wir da zu sehen bekommen haben an Ecken, wo nicht Jedermann hinkommt – schön, interessant und immer mit dem phantastischen Blick über die Bucht von Alanya.

Bucht von Alanya

Blick vom Burgberg Alanya

Nachdem wir an allen sieben Etappen kleine Aufgaben gelöst haben, führte uns das GPS ziemlich weit den Hang hinauf zum Dosenversteck.

Orangenbaum

Frische Orangen für Ihren bunten Teller gefällig?

Von Heiligabend keine Spur, und das wollten wir auch so. Von einem Bruder von Damaris hatten wir kurz vor der Abreise noch einen späten Zwanziger zur Hochzeit bekommen. Den haben wir heute nach dem Abendessen an der Hotelbar in Rakı umgesetzt, verbunden mit nettem Smalltalk mit dem Barkeeper (der in Personalunion auch unser Frühstücks- und Abendessenkellner ist).

Morgen geht es ins Gebirge – und mit Chance gibt es dort auch Schnee. Morgen mehr an dieser Stelle!

Dieser Beitrag wurde unter Alanya, Geocaching, Sehenswürdig veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf Tag 3 – Heiligabend auf dem Meer und auf dem Burgberg

  1. Danny sagt:

    Dann mal los, bin schon auf die Fortsetzung gespannt ;-).
    LG

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.