Tag 5 – Zweiter Weihnachtstag in Antalya

Heute also wieder ein von Öger Tours arrangierter Ausflug. Und den machten wir auch nur mit, weil er im Gesamtpaket enthalten war. In der Frühe wurden wir mit einem Bus abgeholt und nach Antalya gekarrt. Erster Anlaufpunkt war eine Goldmanufaktur. Lästig und überflüssig – es gab zwar viel zu bestaunen, aber das Verkaufspersonal versucht einen ständig in Gespräche zu verwickeln, womit doch ein gewisser psychologischer Kaufdruck ausgeübt wird. Die meisten Teilnehmer waren schnell durch die Ausstellungsräume hindurch und wieder draußen. Leider wird dieser kostenlose Tagesausflug von dieser Schmuckfirma subventioniert.

Denizim Park

Denizim Park

Diese sehr süßen Kuchen gibt es häufig zum Dessert,

Diese sehr süßen Kuchen gibt es häufig zum Dessert,

"Bist'n feinen Kerl, mein Jung!"

„Bist’n feinen Kerl, mein Jung!“

Nächster Anfahrtspunkt war das Mittagessen im „denizim park“, einem großen Festsaalbetrieb in Flughafennähe, wo auch Einheimische z. B. Hochzeiten feiern. Hier gab es als Menü wahlweise Fisch (hatten wir doch gestern erst) oder Kebap. Die Parkanlage war dann noch einen kurzen Rundgang wert. Dann ging es weiter zum Wasserfall. Den haben wir hier ja bereits vor drei Jahren vorgestellt. Antalya wurde einst auf einem 39 Meter hohen Felsplateau aufgebaut, und so kommt es, dass Flüsse hier in Form von Wasserfällen ins Meer münden. In touristischen Beschreibungen badet man ja gern in Superlativen, und so hört und liest man häufig, dass dieser Wasserfall mit seinen 35 Metern der größte der Welt sei – der ins Meer mündet. Aha. Ja klar, die meisten Wasserfälle findet man ja im Landesinnern.


Durch Goldmanufaktur, Mittagessen und Wasserfallkucken ist viel Zeit verloren gegangen, so dass uns gerade mal eineinhalb Stunden selbstbestimmte Freizeit blieben. Was macht man in der kurzen Zeit rund um den Treffpunkt am Bus, ohne den Weg zu verlieren? Wir haben eine Moschee besucht und hatten das Glück, mitten in das Nachmittagsgebet hinein zu geraten.

Moscheeoutfit: Schuhe aus und Kopftuch drüber.

Moscheeoutfit: Schuhe aus und Kopftuch drüber.

Damaris hat für solch einen Fall ein Kopftuch dabei, und das Ritual und die Stille haben wir sehr genossen.

Was gibt es noch Berichtenswertes über Antalya zu erzählen? Antalya ist eine Partnerstadt von Nürnberg (umgekehrt natürlich auch 😉 ). Erkennbar ist das an der hiesigen Straßenbahn – die alte, einspurige Linie 1 in Antalya wird seit 1999 von ausrangierten Straßenbahnwagen aus Nürnberg befahren. Mehr zu dieser Straßenbahnlinie hier.Straßenbahn Antalya

Alles in allem: der ganze Ausflug ist vertane Zeit. Unsere Empfehlung: fahren Sie auf eigene Faust mit dem Dolmuş-Bus nach Antalya und lassen Sie sich durch Märkte und Basar-Gassen treiben. Wenn Sie eine Stadtführung möchten, können Sie sich entweder jederzeit an die Tourist-Info wenden oder aber Sie lassen sich von einheimischen Stadtführern ansprechen, die hier überall herumlaufen und Ihnen Rundgänge für fünf Euro anbieten. Finden wir sehr nett – aber es ist natürlich auch Vorsicht geboten. Hier wie überall gibt es schwarze Schafe. Unser Leser Abdulkerim Demir hat uns auf seinen Antalya-Reiseführer aufmerksam gemacht, in welchem man weitere wertvolle Infos zu dieser Millionenstadt findet. Vielen Dank dafür!

I love Antalya

Den morgigen Tag planen wir wieder selber. Ein Stückchen mit dem Linienbus die Berge hinauf und zu Fuß wieder runter – das wird also fantastische Bilder mit Ausblicken über Alanya geben. Bis morgen!

P.S.: Damaris‘ Messer, welches sie sich gestern beim Eisenschmied in den Bergen hat anfertigen lassen, ist heute am Hotel angeliefert worden und konnten wir nach unserer Rückkehr an der Rezeption in Empfang nehmen.

Widderhorn-Messer

Handgefertigt aus Widderhorn – und sogar richtig scharf!

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